“Was nicht passt, wird passend gemacht!” Beim Einparken kann diese Devise teuer werden. Wer sich Reparaturkosten sparen will, sollte sich Zeit nehmen oder über eine Einparkhilfe nachdenken.
Doch nicht nur für Stressgeplagte sollte eine Nachrüstung eine Überlegung wert sein. Auch Autofahrer, für die das Einparken eher zu den schwierigen Manövern zählt, könnten mit einem der vorhandenen Systeme ihren Blutdruck senken.
Nachrüstung einer Einparkhilfe: Hilfe naht!
Ein passives System ist die klassische, nicht nachrüstbare Variante, quasi die Unplugged-Version der Einparkhilfe. Es hilft dem Fahrer mit Punkten am Fahrzeug, seine Position richtig einzuschätzen. Bei einem Mercedes wäre so ein Punkt der Stern, solang er als Kühlerfigur auf der Motorhaube noch nicht abgebrochen oder modellabhängig in den Motorgrill integriert ist.
Aktive Systeme können die Distanz zu Hindernissen messen und akustisch oder optisch anzeigen sowie von Geisterhand einparken. Dazu gehören in Stoßstangen integrierte Modelle, die Ultraschallwellen senden und empfangen (APS, PARKTRONIC, etc.), mit Radar arbeitende Parkassistenten, Rückfahrkameras, Surround View-Systeme (SURROUND VIEW, AREA VIEW, etc.) und Parklenkassistenten.
Einparkhilfe: Passt es oder passt es nicht? Pro und Contra!
Wie bei nahezu jeder Anschaffung gibt es auch hier Pro und Contra. Diejenigen, die wissen, was nach Einparkunfällen unter dem Strich auf der Rechnung steht, werden die Kosten eines Gerätes von ca. 50 Euro bis ca. 500 Euro gern in Kauf nehmen. Für alle anderen hier ein kleiner Überblick:
Pro
- Laut ADAC funktionieren die meisten Ultraschall-Geräte bei einfachen Parkmanövern gut. Radarsysteme warnen auch bei schnellerer Rückwärtsfahrt rechtzeitig vor Hindernissen. Rückfahrkameras erkennen auch sehr niedrige Hindernisse.
Contra
- Die Kosten für die Geräte sind natürlich nach oben offen. Autofahrer, die keine Schrauber oder handwerklich geschickt sind, werden auch aufgrund schwierig zu verstehender Einbauanleitungen nicht an einer Fachwerkstatt und den damit verbundenen Kosten vorbeikommen. Ganz fehlerfrei sind auch Ultraschallgeräte nicht, denn diese reagieren auch auf andere Ultraschallquellen empfindlich. Zusätzlich schaffen es die vorhandenen Systeme oft nicht, das gesamte Fahrzeug per Sensoren zu erfassen.
Ob sich die Anschaffung einer Einparkhilfe fürs eigene Auto lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Oder einfach mal den Beifahrer fragen.